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  06.02.2012,  03:05

Der Aalfang geht zurück!

So schön dieser Aal auch ist: Seit Jahren stellen wir bei der Auswertung unserer Fanglisten fest, dass der Aalfang permanent rückläufig ist. Diese Tatsache ist allerdings nicht nur bei uns so, sondern in ganz Europa!

Dafür sind einige Dinge verantwortlich:

Einerseits sind unsere Flüsse durch Wehre und Schleusen und nicht ausreichenden Fischtreppen so versperrt, dass der Aal nicht mehr richtig aufsteigen kann. Anderereits wird der Glasaal bereits an den Küsten abgefischt und in der Hauptsache nach Asien als Delikatesse verkauft!

Hinzu kommt nun noch, dass der Aal bereits als Jungfisch von Parasiten auf der Schwimmblase befallen wird und er dadurch nicht mehr in die Tiefe des Sargassomeeres zum Laichen abtauchen kann.

Seit Bestehen unseres Vereins werden unsere Gewässer mit Glasaalen besetzt. Damit nehmen wir ihm den Weg durch die versperrten Flüsse ab!

Allerdings ist das Kilo Aal sprunghaft im Preis gestiegen, (teilweise bis zu 400 €), sodass der Besatz recht teuer wurde.

Ein Kg Glasaal (ca. 3000 Stück) kostet zur Zeit rund 250,- €. Davon überleben nach dem Aussetzen rund 10%!

Um diese Überlebensrate auf ungefähr 50% anzuheben, hat unser Gewässerwart Wolfgang Jeske 2 Jahre lang Versuche gemacht, den kleinen Glasaal "vorzustrecken". Das bedeutet, dass der Fisch Ende März bei uns als 3-6 cm langer Glasaal ankommt, in Behältern mit angewärmtem Wasser gefüttert wird und nach etwa 3 Monaten eine Länge von rund 15 cm erreicht.

Nun ist es Juni, unsere Gewässer sind erwärmt, genügend Nahrung ist vorhanden. Wenn wir nun den vorgestreckten Aal aussetzen, hat er eine erheblich verbesserte Chanche, im freien Wasser abzuwachsen!

Wir bitten euch eindringlich, wenn Ihr untermässige Aale fangt, diesen vorsichtig zurückzusetzen!

Um die Aale vorzustrecken, hat der Verein eine Aquariumanlage gekauft, die aus 12 Einzelbecken besteht. Dadurch kann Wolfgang Jeske den Fisch in kleiner Besatzdichte füttern und pflegen. Ein ausgeklügeltes System verhindert die Wasserverschmutzung und -vergiftung.


Wolfgang beim Auswiegen des Futters

Die kleinen Aale nach 2 Monaten

Der Stein ist ein beliebter Unterstellplatz

Wie kam es zur Aal-Aufzuchtstation?

Es begann alles durch einen Zufall. Wolfgang Jeske setzte sich ca. 20 Glasaale in seinen neugeschaffenen Gartenteich. Nach ca. einen halben Jahr hat er diesen abgelassen und musste feststellen, dass die Glasaale ca. das 2,5 fache an Gewicht und Grösse zugelegt hatten.

Wir probierten beim nächsten Glasaalbesatz das Gleiche in einem Aquarium. Die Glasaale wurden mit Zuckmückenlarven gefüttert und wuchsen kräftig ab. Der Nachteil war nur, dass ein oder zwei Aquarien zu wenig waren.

Wir beschlossen eine ehemalige Zoogeschäft-Aquariumanlage zu kaufen und diese bei Wolfgang in der Garage unterzubringen. Diese bestand aus 12 Aquarien, die teilweise bis zu 3 mal unterteilt waren, 12 Filteranlagen sowie Sauerstoffzufuhr und Heizungen. Um diese Anlage allerdings betreiben zu können, mussten wir noch einige Umbaumaßnahmen durchführen.

Als erstes haben wir die Trennwände zwischen den einzelnen Becken herausgetrennt und 12 große Becken geschaffen. Dann wurden alle Becken durchbohrt und mit einen eigenen Ablauf versehen. Anschließend wurde die Anlage neu verrohrt, mit je einem absperrbaren Zulauf und Ablauf versehen. Ein zentrales Filtersystem wurde geschaffen, um in der gesamten Anlage die gleichen biologischen Lebensbedingungen zu gewährleisten und um die Reinigungsarbeiten zu minimieren.

Am 12. März 2002 ging die Anlage an den Start. Wir besetzten die Aufzuchtstation mit ca. 6.000 Glasaalen. Wolfgang probierte diverse Futtersorten aus. Er musste feststellen, dass die kleinen Aale am liebsten Zuckmückenlarven vernaschten. Wir haben die ersten vorgestreckten Aale 1 Monat später ausgesetzt.

Fazit ist, dass die Glasaale das 2,5 fache an Gewicht zugelegt haben. Dadurch erhöht sich ihre Lebenserwartung in freier Natur um das vielfache.

Die restlichen Vorgestreckten kamen dann am 13.06.2002 in unsere Gewässer. Auch in den Folgejahren haben wir mit viel Erfolg die Aale aufgezogen, um sie schließlich im Frühsommer in unsere dann nahrungsreichen Gewässer zu setzen.

Wir bedanken uns bei allen Helfern, die dazu beigetragen haben, dass wir die Aalstation aufbauen konnten und reibungslos betreiben können.

Wolfgang Jeske und Volker Schwarz



Die fertig aufgebaute Aalstation in der Garage beim Gewässerwart.

 


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Jahreshauptversammlung am
5. Februar 2012, 14.30 Uhr
Gaststätte Tannenkrug (Taschenbrecher)
Ackerstraße 11
Lachendorf

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>> Artikel CZ vom 05.01. 2012

Umwelttag
Sa., 12. Februar, 9.00 Uhr, Sandberge Oppershausen

Einladung zur Gewässerführung

Sonntag, den15. April um 10 Uhr

auf dem Sportplatz in Wienhausen.  Dort bilden wir Fahrgemeinschaften und los geht’s! Jeder kann mitmachen, denn wir brauchen nicht viel zu laufen! Ende ca 13.00 Uhr wieder auf dem Sportplatz!