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  06.02.2012,  03:11

Dänemark–Langeland

Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern einmal im Jahr nach Dänemark in Urlaub gefahren. Bereits damals stand das Angeln im Meer ganz oben auf der Liste aller Urlaubsträume.
Vor etwa 25 Jahren bin ich das erste Mal mit zwei Freunden (beide Vereinsmitglieder) auf die Insel Langeland gekommen und war begeistert!
Landschaftlich überaus ansprechend mit einigen teilweise recht hohen Dühnen hat man eigendlich gar nicht so den Inselcharakter. Eine Straße führt fast mittig über das 47KM lange und maximal 7 KM breite Eiland (Langes Land). Die davon abgehenden Stichstraßen sind alle gut ausgebaut und wenig befahren. Deshalb sind Fahrradtouristen hier auch sehr gern unterwegs. Wälder und sehr große Raps- und Getreidefelder machen die Hauptfläche der Insel aus. Dazwischen liegen, wie überall in Dänemark, kleine, meist noch strohgedeckte, alte Einzelgehöfte aber auch kleine Fischerdörfer und die Inselhauptstadt Rudköbing. Überall findet man noch den typischen alten, recht bunten Fachwerkbaustiel mit den geduckten Dächern.
Anglerisch war und ist alles möglich. Viele Langeländer haben sich auf die Vermietung von Ferienhäusern für Angler spezialisiert. Ein Motorboot ist in der Regel auch gleich mit zu mieten, denn in Dänemark braucht man keinen Bootsführerschein!
Die Häuser liegen oft in Feriensiedlungen auf einem jeweils ca. 1000qm Grundstück. Sie sind zweckmäßig eingerichtet und haben in der Regel eine große Tiefkühltruhe (wenn man ankommt für die Vorräte und dann für den Fisch). Viele Häuser haben auch einen Fischschlachteplatz. Meist sind sie für 6-8 Personen geeignet.
Somit sind die Voraussetzungen erfüllt.

Und nun zum Fischen:
Die Insel hat drei Küstenseiten die sich überall, sowohl von Land als auch vom Boot gut befischen lassen. Dies sind die Nord- Ost- und Südseiten, die schon recht dicht am strand eine gute Wassertiefe haben. Die Westseite hat nur einige wenige beangelbare Stellen. Auf dieser Seite befinden sich viele vorgelagerte kleine Eilande und Inseln und die Wassertiefe erreicht teilweise nicht mal einen Meter. Für mich ist das die Badeseite.

 

Bootsfischen
Je nach dem, in welcher Ecke man wohnt, besteht die Möglichkeit im Hafen oder an einer der vielen freien Slippanlagen sein Boot ins Wasser zu lassen. Ich bin schon solange ich dort bin auf Südlangeland auf der Ostseite am Bukkemose-Strand, wo sich seit einigen Jahren eine öffendliche (kostenfreie) und eine private jeweils betonierte Slipanlage befindet. Hat man endlich abgelegt und es geht auf See (ein geiles Gefühl) kommt immer die Frage: „Wohin und wie Tief?“ Dazu eine grundsätzliche Regel: Im Sommer ist das Wasser warm und der Fisch zieht ins Tiefe. Das heißt, bei Wassertemperaturen von 18 Grad und mehr Wassertiefe zwischen 22 und 40 Metern. Je kälter das Wasser ist, umso dichter ist der Fisch an Land. So kommt es, dass man in den Monaten Oktober bis Mai den Dorsch hier auf „Sicht“ bei 4-6m fängt. Nur bei extrem kalten Wintern zieht der Fisch wieder in die tiefen Löcher, in denen es dann nicht so kalt wird. Deshalb empfehle ich, immer schon mal im flacheren Wasser anhalten und testen.
Gut kann man sich vorstellen, dass man in so geringen Tiefen keine Multirolle benutzen muß. Auch die schwere Pilkrute kann getrost für Norwegen geschont werden. Mein Gerätetipp: Eine ca. 3 m lange Spinnrute (Steck) mit etwa 80 gr Wurfgewicht, dazu eine 35-50er Stationärrolle mit Frontbremse und einer guten geflochtenen Schnur mit rund 10 Kg Tragkraft. Denn auch bei den Meeresfischen gilt: immer so fein und leicht wie möglich.
Auch die Köder sollten nun angepasst werden. Kleine Pilker von 20 – 80gr können eingesetzt werden. Als besonders fängig haben sich Twister der Größe 10 – 15 cm montiert an kleinen Jigköpfen mit ca. 10-30 gr erwiesen. Beide Varianten gelten vom treibenden Boot und in erster Linie auf Dorsch. Auch wenn schon mal ein Steinbutt, eine Meerforelle oder sogar ein Leng auf diese Köder gebissen hat. Der Dorsch ist und bleibt nun mal in diesen Gewässern der Brot – und Butterfisch!
Eine andere Möglichkeit ist, mit dem Boot auf etwa 6 – 10 mtr Wassertiefe zu fahren und zu ankern. Dann kann man mit gleicher Rute/Rolle und einem Brandungsvorfach mit Watt- oder Seeringelwurm bestückt sehr erfolgreich auf „Platte“ gehen.
Bei allen Ausfahrten mit dem Boot sollte Sicherheit das oberste Gebot sein. Alkohol sollte möglichst gar nicht an Bord konsumiert werden, dazu ist abends in der Hütte Zeit genug. Täglich sollte der Benzinvorrat überprüft werden! Nicht mit ¼ Tankfüllung rausfahren, denn die Strömungen sind manchmal gewaltig. Und immer das Wetter im Auge behalten! Der Sturm ist oft schneller als man selbst.

Angeln vom Ufer
Die Krönung ist für jeden Angler das Silber aus dem Meer: die Meerforelle. Ideales Gerät ist eine ca.3,10 mtr Spinnrute mit etwa 40 gr Wurfgewicht. Dazu eine 30er Stationärrolle mit Frontbremse und eine 25 -28er Schnur. Als Köder alle gängigen Meerforellenblinker von 16 – 30 gr. Alternativ kann auch eine 3,60 mtr lange Rute mit 60 – 80 gr Wurfgewicht als Spirolinorute benutzt werden. Dann kann man sehr gut Streamer und Tubenfliegen werfen.
Ein Einheimischer Meerforellenspezialist gab mir den Tipp: Gehe früh morgens, möglichst nur in 2er Gruppen, dahin wo Steine im Wasser liegen und verhalte dich ruhig. Wer das beherzigt, hat auf Langeland und auf der Nachbarinsel Fynen hervorragende Aussichten auf das Meeressilber.
Auch Brandungsangeln ist in der entsprechenden Jahreszeit (ca. Ende September bis Mitte Mai) eine erfolgreiche Angelmöglichkeit. Daher finden auf Langeland sehr oft große Wettkämpfe statt.
Hauptsächlich Fangmöglichkeiten auf Langeland:
Dorsch, alle Sorten Plattfische incl. Steinbutt, Wittling, Seehasen, Meerforelle, Lachs

Ich bin nun 25 Jahre auf der Insel und immer wieder hört man, dass der Fischbestand zurückgegangen ist. Das muss auch ich zugeben. Aber es hat in all diesen Jahren gute und auch schlechte Fangjahre gegeben. Nach sehr Schlechtem folgte fast immer ein Gutes! Und mal ehrlich, sind 15-20 gute Dorsche pro Angeltag und Angler nicht genug? Solche Ergebnisse sind immer noch regelmäßig drin.


Anreise:

Der schnellste Weg ist die A7 über Hamburg nach Flensburg. Dort heißt die Autobahn dann E 20 und führt über Kolding bis nach Odense auf Fynen. Hier verlassen wir die Autobahn und fahren auf der B9 in Richtung Svendborg und weiter bis nach Langeland.
Man kann auch nur bis Kiel fahren und dort die Fähre nach Bagenkoop an der Südspitze Langelands nehmen. Da aber Samstags in ganz Dänemark Hauswechsel ist, hat man den Fährpreis genau an diesem Tag tüchtig angehoben.

Preise:
Da Dänemark insgesamt nicht ganz billig ist, empfehle ich möglichst sehr viele Lebensmittel und Getränke von zu Hause mitzunehmen. Ich koch sogar zu Hause ganze Mahlzeiten vor, dann ist vor Ort mehr Zeit zum Fischen! So lebt man nicht teurer als zu Hause. Ein Motorboot ca. 4,20mtr mit 10 PS kostet auf Straßentrailer etwa 175,-€ pro Woche. Ferienhäuser sind sehr unterschiedlich im Preis, der sich nach Größe, Ausstattung und vor allem nach der Saison richten.
Im Internet findet man 2 Anbieter, die preislich und Leistung akzeptabel sind:

www.thf.dk
www.oesterskov.dk

Dort könnt Ihr Euch Häuser, Boote und natürlich jede Menge Fische und die Insel ansehen. Man sieht sich auf Langeland.


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>> Artikel CZ vom 05.01. 2012

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Sonntag, den15. April um 10 Uhr

auf dem Sportplatz in Wienhausen.  Dort bilden wir Fahrgemeinschaften und los geht’s! Jeder kann mitmachen, denn wir brauchen nicht viel zu laufen! Ende ca 13.00 Uhr wieder auf dem Sportplatz!