Naturschutz- Arbeit des Fischereivereins Früh Auf Wienhausen

Dass Naturschutz und Angelei zusammengehören, war von Anfang die Philosophie des Fischereivereins. Die ersten Aktivitäten begannen gleich mit der Gründung des Vereins im Jahre 1975 und bezogen sich auf die damals üblichen "Müllsammel-Aktionen" am Gewässer.
Artikel aus der CZ
Mit der Gründung der Jugendgruppe im Jahr 1985 wurden die ersten Kopfweiden am Oppershäuser Kanal gesteckt, die auch heute immer noch landschaftsprägend sind. Im Lauf der Jahrzehnte sind zu diesen ersten 60 Kopfweiden weitere 300 hinzugekommen, die vom Verein gepflegt werden. Hierbei sind durch den Schnitt der Weidenköpfe zahlreiche Benjeshecken entstanden, die mittlerweile als Hecken die Landschaft bereichern.
Artikel 1
Artikel 2

Kopfweiden brechen auseinander, wenn sie nicht geschnitten werden

Stahlmatten verhindern den Verbiss durch Pferde bei Neupflanzungen

Schon früh kümmerten sich Vereinsmitglieder um andere Lebewesen, die im und am Wasser leben. Es gab Aktionen, wie "Krötentransport" über die Kreisstraße bei Bockelskamp, den Bau von Nistkästen für Fledermäuse, Schleiereulen, Turmfalken und Waldkäuze.
Artikel 1
Artikel 2
Artikel 3

In der Wienhäuser Forst schuf der Verein einen Krötenteich, damit die Wanderungen der Kröten und Frösche zum Mühlengraben über die vielbefahrene Straße nicht mehr notwendig waren.
Artikel

Die Wiederansiedlung des Bitterlings im Oppershäuser Kanal war ebenso erfolgreich wie der Einbau von Eisvogelröhren und deren Besiedlung am Kanal und am Biotop Schwarzwasser.
Artikel

In den Jahren 1991 und 2005 legte der Verein aus eigenen Mitteln zwei große Biotope mit jeweils einer Gesamtgröße von 2.500 qm am Schwarzwasser an und pachtete die Flächen auf 30 Jahre. Sie wurden mit Kopfweiden bepflanzt und bieten Fischen und anderen Lebewesen einen idealen Rückzugs-Laich und Nahrungsraum.
Artikel 1
Artikel 2

Aus einer alten Viehtränke wurde durch Baggerarbeiten ein Biotop, das mit dem
Schwarzwasser verbunden ist.

 

Auf einer feuchten Wiese wurde mit einem direkten Zugang zum Schwarzwasser ein Biotop geschaffen und mit einer Kopfweidenreihe und einer Eisvogelröhre versehen

 

 

Mitglieder des Vereins haben mitgeholfen bei der Anlage von Hecken am Wienhäuser Sportplatz, an einem Stillgewässer im Osterbruch, am neu geschaffenen Fahrradweg zwischen Bockelskamp und Osterloh und in der Feldmark Oppershausen.
Artikel 1
Artikel 2

Im Laufe der Jahre hat der Verein zahlreiche Baggerarbeiten durchgeführt, um der Verlandung der Gewässer Einhalt zu gebieten. Problematisch war hierbei immer die Mündung des Mühlengrabens in die Aller (Kolk genannt). Der Verein hat im Jahre 2007 der Fachhochschule Lüneburg den Auftrag erteilt, mit einem Gutachten festzustellen, wie nachhaltig der Mühlenkolk vor Verlandung gechützt werden kann. Das Ergebnis lag 2008 vor, schlug Maßnahmen vor und kam aber auch zum Ergebnis, dass die tieferen Schichten des Mühlengrabens mit Schwermetallen belastet sind (wie fast alle Böden im Bereich der Aller, verursacht durch den Bergbau im Harz).
Artikel

Zahlreiche Preise hat der Verein für seine Aktivitäten erhalten: Er wurde vom Landespsortfischerverband Niedersachsen mit einem 1. Preis für seinen Umweltaktivitäten geehrt, von der Zeitung "Angelwoche" mit einem Geldpreis und von der Gemeinde Wienhausen für vorbildliche umweltbezogene Jugendarbeit ausgezeichnet.
Artikel